para-los-ninos
Verein zur Förderung und Unterstützung bolivianischer Kinder


"Comedor" - Mittagstisch in Potosí
Potosí - von der UNESO zum Weltkulturerbe erklärt - ist eine 1545 gegründete Indiostadt in über 4000 m Höhe im schwer zugänglichen Landesinneren, die ihre frühere Bedeutung dem Berg Cerro Rico verdankte, der zu einem großen Teil aus wertvollem Silbererz bestand. Heute ist Potosí eine sterbende Stadt. Viele staatliche Minen sind geschlossen, und es gibt lediglich noch einige kleinere Kooperativen, in denen ein bisschen Zinn gefördert wird.


Schwester Mary ist eine irische Krankenschwester, die für Bolivien eine unbefristete Arbeitserlaubnis besitzt. Eine Bezahlung für ihre geleistete Arbeit erhält sie allerdings weder von staatlicher noch kirchlicher Seite, weder in Bolivien noch in Nordirland. Sie betreut im Schnitt 20 - 25 Familien in der Gemeinde San Martin, die in Hütten oftmals ohne Wasser und Strom leben. Die Kinder sind zu 80% unterernährt, und deshalb ist ihr Gesundheitszustand oft kritisch.

Deshalb hat Schwester Mary 1998 einen Mittagstisch - den Comedor - eingerichtet, damit die Kinder einmal am Tag eine warme Mahlzeit (eine Suppe und ein Hauptgericht) erhalten. Zu besonderen Gelegenheiten (Ostern, Weihnachten, Tag des Kindes im April) gibt es Süßigkeiten, Kuchen und Schokolade. Im Sommer organisiert Schwester Mary schon einmal einen Ausflug für alle Kinder. Sie kümmert sich um die medizinische Versorgung, wenn die Kinder krank sind, und kauft Schuhe und Kleidung, wenn die Kinder nichts haben. Täglich geht sie von Hütte zu Hütte und lindert die schlimmste Not, wenn sie eine Möglichkeit dazu hat.


Para Los Niños unterstützt als einzige Organisation die Arbeit von Schwester Mary. Daher ist gerade das Fortbestehen dieses Projektes von unseren Aktivitäten abhängig.