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Bolivien - ein Andenstaat in Südamerika - gehört zu den ärmsten Ländern der Erde |
Auf einer Fläche, drei mal so groß wie Deutschland, leben 9,4 Mio. Einwohner (2004). 65% der Bevölkerung sind Indios, 35 % Mestizen und Weiße. Drei Viertel der Bevölkerung leben auf dem Altiplano, dem bolivianischen Hochland in 3500 - 4000 m Höhe, von den kargen Erträgen der Landwirtschaft und des Bergbaus. Im Durchschnitt leben 63 % der Menschen knapp unter der Armutsgrenze, ein Wert, der in ländlichen Regionen auf 80 % ansteigt (Weltbank 2000). Die Lebenserwartung beträgt 62 Jahre und ist die niedrigste in ganz Lateinamerika.
Besonders schlimm trifft es aber immer die Kinder. Viele sterben, bevor sie das 1. Lebensjahr erreicht haben. Tausende leben als Straßenkinder vollkommen auf sich allein gestellt in den Städten oder verdienen auf der Straße ihren Lebensunterhalt, um zum Familieneinkommen beizutragen. "Polillas" - "Motten" werden sie verächtlich genannt, als wären sie lästiges Ungeziefer. Allein in La Paz geht man davon aus, dass ca. 30000 Kinder dort als Schuhputzer, Bonbonverkäufer, Lastenträger, Autobewacher, Boten, Bettler und Müllsammler unterwegs sind.
Diese Kinder sind auf der Straße der Verwahrlosung, der Misshandlung und der rücksichtslosen Ausbeutung hilflos ausgeliefert und greifen nicht selten zu Alkohol und Drogen. Ihr junges Leben ist zerbrochen, weil sie unerwünscht und ungeliebt sind.
Hier will Para Los Niños helfen.
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